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Exkursion des Leistungskurses Gesundheit

der 12. Klasse der Jugendakademie - Evangelisches Gymnasium der Oberbarnimschulen ins Gläserne Labor Berlin-Buch am 20.03.2024:

Mit großen Schritten gehen die Abiturienten der Jugendakademie der Oberbarnimschulen nun auf ihre Abiturprüfungen zu. Doch bevor es soweit ist, steht im Leistungskurs Biologie das Zusammenfassen und Wiederholen im Unterrichtsmittelpunkt. Dabei soll das Wissen der Schülerinnen und Schüler (re-)aktiviert und vertieft werden, um es in den Prüfungen bestmöglich anwenden zu können.

Und was zu diesem Zweck besser geeignet als Praxis in Form einer Exkursion mit praktischer Anwendung der Kenntnisse und des Fachwissens?!

Da sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler wissen wie sinnvoll und hilfreich derartige Exkursionen zur Vertiefung sind, besuchte der LK Biologie der 12. Jahrgangsstufe im Rahmen eines Laborkurses am 20.03.2024 das Gläserne Labor auf dem Wissenschaftscampus Berlin-Buch.

Der Kurs im deutschlandweit meist besuchten Schülerlabor ist durch die Hamburger NCL-Stiftung und die Berliner Sparkassenstiftung Medizin gefördert und thematisiert die seltene Erbkrankheit „Kinderdemenz“. Wir beschäftigten uns mit Veränderungen unseres Erbgutes, den Möglichkeiten zur Vererbung dieser, Möglichkeiten genetischer Beratung und den Ursachen der Erkrankung:

Mit Kitteln ausgestattet und in Gruppen von je zwei Schülerinnen oder Schülern eingeteilt, untersuchten wir von 09:00 bis 13:00Uhr die Neuronale Ceroide Lipofuszinose (NCL), wie „Kinderdemenz“ wissenschaftlich bezeichnet wird, anhand eines Fallbeispiels.

Wir lernten dabei auch das wichtigste Hilfsmittel eines Laboranten und den Umgang damit kennen: die Pipetten.

Im Eigentlichen stand jedoch die Weitervererbung von NCL im Vordergrund. So untersuchten wir diese Genetik am Beispiel einer betroffenen Familie: wir wiesen in den DNA-Proben der Familienmitglieder mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) die krankheitsauslösende Mutation im CLN3-Gen nach, um den Familienstammbaum bezüglich NCL zu analysieren. Eine Agarosegelelektrophorese (siehe Foto) gab im Anschluss an die PCR Aufschluss darüber, ob bzw. welche Familienmitglieder von der Krankheit betroffen sind bzw. diese weitervererben ohne selbst zu erkranken (Träger). Durch die Analyse unsere Ergebnisse konnten wir eine Stammbaumanalyse aus Sicht des Genetikers erleben und ein paar der theoretischen Grundlagen aus dem Unterricht in der Praxis nutzen. Stammbaumanalysen, Gene und Mutationen sowie genetische Methoden wie PCR oder Agarosegelelektrophorese sind uns nun deutlich klarer und verständlicher geworden.

Die vielen neuen Einblicken und Informationen zum immer relevanter werdenden Gebiet der Gentechnik und Forschung an seltenen Erbkrankheiten wie NCL helfen uns sicher durch Abiturprüfungsaufgaben zu dieser Thematik.

LK Biologie 12JA – Frau Manthey
Fotos (8): Frau Manthey

Agarosegeleketrophorese-Ergebnis
Elektrophorese
Gruppenbild
ImLabor
Karyogramm
PAGE
PCR
Pipettieren

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