Deutsch-polnische Schülerbegegnung vom 26.11. bis 30.11.2018 in Kolberg

Die Schüler unserer gastgebenden Schule aus der polnischen Ostseestadt Kołobrzeg (Kolberg), mit denen wir uns in der Woche gemeinsam trafen, waren 17 oder 18 Jahre alt. Sie gehen in die 1. Technikum-Klasse und absolvieren eine Berufsschulausbildung im Bereich Hotel und Gastronomie.

Sie zeigten uns bereits am ersten Tag die touristischen Highlights der Stadt. Eine Gruppe hatte in ihrem Fremdsprachenunterricht die Stadtführung auf Deutsch vorbereitet. Und wir waren nun die Testpersonen und sollten sagen, ob wir alles gut verstehen. Am zweiten Tag wurde dann noch einmal eine Stadtralley in gemischten Kleingruppen durchgeführt. An jeder Station mussten bestimmte Aufgaben erledigt werden.

Manche unserer Teilnehmer waren das erste Mal in Polen. Doch ohne Scheu erkundeten sie in kleinen Gruppen in der Freizeit selbst die Stadt. Bis auf die vielen Geldtauschfilialen, Mobilfunkläden, Apotheken und Fußgängerstreifen gab es keine Unterschiede. Sogar eine Kaufland-Filiale fanden wir in der Nähe. Und ähnlich wie in deutschen Städten wurden auch hier die Straßen weihnachtlich beleuchtet und dekoriert. Nur einen Weihnachtsmarkt gibt es in Kolberg bisher noch nicht.

Einen Schwerpunkt des Begegnungsprojektes bildeten die Weihnachtsbräuche in Polen. Wir erfuhren in dieser Woche, dass neben vielen Gemeinsamkeiten zwischen den deutschen und polnischen Weihnachtstraditionen auch einige Unterschiede bestehen.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass es zu Heiligabend in polnischen Familien unbedingt dazu gehört, gemeinsam um Mitternacht in die Kirche zur Messe zu gehen?

Ein anderer typisch polnischer Brauch am Heiligabend ist es, dass eine spezielle Waffel - eine Oblate - mit den besten Wünschen zum Weihnachtsfest untereinander geteilt wird.

Auch beim gemeinsamen Festessen steht immer ein Gedeck zusätzlich auf dem Tisch, zu Ehren der Verstorbenen oder falls ein unerwarteter Gast vor der Tür steht. Es müssen 12 bestimmte Gerichte auf dem Tisch stehen und auch alle probiert werden (z.B. Rote-Bete-Suppe, Teigtaschen, Pilzpasteten, Fischgericht, Kuchen). Es darf jedoch kein Fleisch gegessen werden, denn die Adventszeit ist im katholischen Polen eine Fastenzeit.

Andrzejki – so heißt die Nacht vor dem Sankt-Andreas-Tag (30.November). An diesem Tag soll man angeblich mit traditionellen Wahrsagespielen erfahren können, was die Zukunft bringen wird.

Und den Nikolaustag am 6. Dezember gibt es natürlich auch in Polen, nur heißt der Nikolaus hier Mikolaj.

Es hat uns Betreuer überrascht, wie schnell unsere Schüler Kontakt zu den älteren polnischen Schülern aufbauten. Abseits des offiziellen Programms nach dem Abendessen trafen sich gemischte Schülergrüppchen auf dem Gang unserer Unterkunft und versuchten, mit vorhandenen Englischkenntnissen oder per Google-Übersetzer des Smartphones die gegenseitigen Fragen zu beantworteten. Oft wurden gemeinsam Karten- oder Geschicklichkeitsspiele gespielt.

Nebenbei lernten wir auch einige polnische Worte, und weil wir uns an allen Aufgaben mit vollem Einsatz beteiligten, war die Sympathie der polnischen Gastgeber auf unserer Seite.

Reinhard Wienke

obsPolen2018

Letzte Änderung am Montag, 17 Dezember 2018 15:51

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